Living Tunes Mastering -
Qualifikation
 
Mastering Engineer Frank Gingeleit ist zunächst einmal Musiker. Seit Equipment für Musiker bezahlbar wurde - also seit den Tagen des legendären 4-Spur-Cassettenrecorders Tascam Porta One - hat er selbst aufgenommen, ist den Weg des klassischen Home-Recordings gegangen und buchte nach zunehmender Professionalisierung als Produzent und Bandleader zahlreiche Studios, in denen auch Hit- und Grammy-Award-Produktionen aufgenommen worden waren (was ihm selbst allerdings noch nicht gelungen ist). In seinem eigenen Studio hat er lange analog gearbeitet, bis der Eigentümer eines der Studios, in denen er aufgenommen hat, ihm zur Weiterbearbeitung seiner Aufnahmen die Einrichtung eines digitalen Pro-Tools-Nachbearbeitungsstudios empfohlen hatte.
 
Schnell erwachte der Ehrgeiz, in der Beherrschung dieses "mächtigen" Musikbearbeitungsprogramms richtig gut zu werden, was zu einem Ergänzungsstudium am Berklee College of Music in Boston führte, das er mit einem Zertifikat als "Pro Tools Specialist" abgeschlossen hat. Das Studium umfasste den gesamten Produktionsprozess von der Songidee bis zum kommerziell verwertbaren Tonträger und hatte einen starken Schwerpunkt in der Herstellung von Tonträger-Vorstufen, dem Mastering. Zwar gibt es kein "Gesetz", dem zu Folge die Funktionen des Aufnehmens, Abmischens und Masterns von den ausführenden Personen her zu trennen sind, aber in der Praxis hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, das Mastering als eigenständigen Bereich anzusehen, ähnlich der Schlussredaktion im Journalismus und Verlagswesen. Dort ein Paar "frischer Augen", die noch den letzten Kommafehler erspähen, hier ein Paar "frischer Ohren", die den Feinheiten des Schalldrucks und Frequenzverlaufs nachspüren.