Living Tunes Mastering -
Mastering für Vinyl
 
Seit der Renaissance der klassischen LP bei audiophilen Musikliebhabern werden viele Tonträger als CD und LP veröffentlicht. Einige Mastering-Studios empfehlen ihren Kunden zwei Masters – einen für CD und einen für LP. Die „offizielle“ Begründung hierfür ist in der Regel der unterschiedliche Frequenzverlauf bei der Wiedergabe auf CD-Playern und Plattenspielern.
 
Living Tunes Mastering hält sich in dieser Frage an das Standardwerk in diesem Bereich, Bob Katz‘ „Mastering Audio – the Art and the Science“ (Focal Press, 2. Aufl. 2007, S. 304): „To make the best premaster for vinyl, do nothing special (…) as the premaster has no effect on the level of the vinyl cut. Let the cutting engineer do the final processing for vinyl, which usually includes narrowing the bass end to protect the groove excursion, and some high frequency limiting to protect the cutter head.”  
 
Wegen der deutlich begrenzteren Spieldauer und der Aufteilung des Materials auf zwei Plattenseiten kann es sinnvoll sein, dass die LP-Ausgabe eines Werks weniger Stücke und/oder diese in einer anderen Reihenfolge enthält (oder man teilt sie auf die vier Seiten einer Doppel-LP auf). Dies bedeutet die unterschiedliche Ausspielung klanglich identisch bearbeiteter Musikstücke, aber nicht zwei komplette und entsprechend berechnete Mastering Sessions.  
 
Wenn Sie das gleiche Material nur in der Reihenfolge der Stücke geändert, um einige Stücke gekürzt oder auf vier Plattenseiten verteilt sowohl für CD als auch für LP gemastert haben möchten, rechnen Sie bitte mit einem berechneten Mehraufwand von ca. 10 bis 15 Prozent (oder z. B. im Fall eines unter vierzig Minuten langen Tonträgers mit 10 bis 12 kurzen Stücken in der gleichen Reihenfolge auf CD wie LP auch gar nichts).